Das Migrationsparadies
– Die Lust an der Selbstaufgabe
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Massenmigration als Projekt: Christoph Ernst rekonstruiert die Agenda hinter Merkels Grenzöffnung
Christoph Ernst legt mit Das Migrationsparadies eine der schärfsten und am dichtesten belegten deutschen Zeitdiagnosen der letzten Jahre vor: eine Streitschrift, die Massenmigration nicht als politischen Unfall, sondern als Projekt beschreibt und dabei Zusammenhänge sichtbar macht, die im öffentlichen Diskurs systematisch verschwiegen werden. Die Grundthese ist so unbequem wie folgerichtig: Angela Merkels Grenzöffnung im September 2015 war kein humanitärer Reflex und keine politische Überforderung, sondern das Ergebnis einer jahrelang gereiften Agenda.
Als Kronzeuge benennt Ernst Peter Denis Sutherland – UN-Sonderbotschafter für Migration, Goldman-Sachs-Direktor auf Zeit und Organisator der Bilderberg-Konferenz –, der noch im September 2015 beim New Yorker Council on Foreign Relations offen die demographische Umgestaltung Europas durch Zuwanderung forderte und Deutschland als Musterschmüler pries. Er lieferte konkrete Zahlen: mindestens 3,3 Millionen Menschen in fünf Jahren. Vier Wochen nach der Grenzöffnung. Ernst fragt: Woher wusste Sutherland das? Und er liefert eine Antwort, die nachdenklich macht.
Das Buch ist als Essaysammlung angelegt: fünf Großkapitel, entstanden aus Zeitungsartikeln, Recherchen und persönlichen Beobachtungen über mehrere Jahre, die Ernst hier zu einem Gesamtpanorama montiert. Von linkem Antisemitismus über die Migrationsagenda der Eliten und den Zerfall westlicher Selbstachtung bis hin zu konkreten Rechtsbeugungs- und Systemkontrollfragen: Der Bogen ist weit, die Argumentationsdichte hoch, der Ton schneidend und von dunklem Humor durchzogen.
Was das Buch von vielen ähnlich gelagerten Texten abhebt, ist die Qualität seiner Belege. Ernst dokumentiert nicht nur Meinungen, er rekonstruiert Wirkungsketten: die Sutherland-Protokolle beim CFR, die Berliner Chemnitz-Hetzjagd-Lüge des Regierungssprechers Seibert auf Grundlage eines gefälschten Handyclips, das Schicksal des Journalisten Boris Reitschuster, die DeZIM-Netzwerke um Foroutan und Shooman, die Stasi-Verbindungen der Kahane-Stiftung, die Pervertierung des Digital Services Acts zum Zensurwerkzeug und die juristischen Groteskhistorien um Staatsanwälte, die Hamas-Glorifizierung als geschützten Kunstausdruck durchgehen lassen. Für Leser, die sich im Diskurs argumentativ behaupten wollen, ist dieser Fundus an belegten Fällen von erhebllichem Wert.
Zu den stärksten Passagen gehört das autobiographische Kapitel Verschlungene Pfade ins Vaterland: Ernst erzählt vom Vater, der als Neunzehnjähriger in die Wehrmacht eingezogen wurde und als gebrochener Mann zurückkam, vom Besuch in Bergen-Belsen, von eigenen Wanderjahren zwischen New York, Ostafrika und Ostberlin und von der langen Wiederannäherung an eine Heimat, die er jahrelang verweigerte. Es ist ein bewegendes Stück Prosa, das erklärt, wie aus dem Hamburger Achtundsechziger ein Kulturkonservativer wurde, dem Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit nicht Parteipositionen sind, sondern existenzielle Erfahrungen. Ebenso stark ist das Kapitel über das West-Ost-Drama: Ernsts Beschreibung des Treuhand-Debakels und der bewussten Zerschlagung ostdeutscher Industriestrukturen – mit George Orwells Road to Wigan Pier als analytischer Schablone – verleiht der heutigen Entfremdung zwischen Bevölkerung und politischer Klasse historische Tiefe und Glaubwürdigkeit.
Das Migrationsparadies ist kein bequemes Buch. Es ist ein engagiertes, breit belegtes und argumentativ mutiges Werk, das einen zentralen Vorzug besitzt: Es denkt zu Ende, was andere nur andeuten. Für Leser, die die hiesige Migrationspolitik, den Umbau von Medien und Justiz und den schleichenden Abbau von Rechtsstaatlichkeit nicht als Verkettung von Zufällen, sondern als Projektergebnis begreifen wollen, bietet dieses Buch den dichtesten und am besten belegten deutschen Beitrag der letzten Jahre zu diesen Fragen.
Autor
Christoph Ernst, 1958 in Hamburg geboren, ist als Krimiautor mit Romanen wie Mareks Liste (Leda-Verlag, 2018) bekannt geworden. Als politischer Publizist hat er sich zuletzt mit Die Rassismusfalle (Gerhard Hess Verlag, 2024) über Identitätspolitik und Kulturrelativismus profiliert. Er schreibt regelmäßig für den Cicero und gehört zu jenen Intellektuellen, die im deutschsprachigen Debattenraum eine unbequeme Mittelposition halten: klar rechts von der linksliberalen Mehrheitspresse, aber bezüglich des Grundrechtsdenkens und der europäischen Tradition ebenso klar links von jedem Ethnonationalismus. Seine Biografie – Hamburg, New York, Afrika, Berlin, das ländliche Schleswig-Holstein – verleiht seinen politischen Texten eine persönliche Verwurzelung, die sie von bloßer Publizistik unterscheidet.
Kurzübersicht
- ISBN: 978-3-87336-870-5
- Buchart: Sachbuch – Politik & Gesellschaft
- Format: Klappenbroschur
- Seitenzahl: 427 Seiten
- Buchgröße (cm) / Gewicht: 21,0 × 14,8 × 2,7 cm / 580 g
- Erscheinungsdatum: 1. Aufl. / 12.05.2026
- Verlag: GHV – Gerhard Hess Verlag, Uhingen
- Verkaufspreis: 19,00 €