Matthias Heine
Die Sprache der Linken – Was sie sagen und was sie meinen

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Die Sprache der Linken | Was sie sagen und was sie meinen | Artikelnummer: 978-3-7844-3776-7

Printausgabe

ISBN 978-3-7844-3776-7
Langen Müller Verlag

26,00 €

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Wortmacht entschlüsselt: Matthias Heine legt die erste systematische Analyse der identitätspolitischen Linkssprache vor

Während es selbstredend schon längst Bücher über „rechten“ Wortschatz gibt, existierte bisher keine Analyse der linken Sprache. Matthias Heine schließt diese Lücke: Er erklärt, was die Post-1989-Linke sagt – und was sie wirklich meint. Diese Linke ist nicht die klassische Arbeiterbewegung, sondern eine Koalition aus Klimabewegung, feministischen Aktivistinnen, queeren Gruppen und intersektionalem Akademikerinnentum, die sich nach 1989 mit Identitätspolitik neu erfunden hat. Ihr wichtigstes Machtmittel ist die Sprache: ein Arsenal von Begriffen, das an amerikanischen Universitäten entwickelt wurde und heute bis in Bundespressekonferenzen und Schulcurricula vorgedrungen ist.

Das Herzstück ist die Geschichte des Gewaltbegriffs. Heine rekonstruiert, wie aus physischer Gewalt schrittweise „sprachliche“, „digitale“ und schließlich „epistemische Gewalt“ wurde – letztere bedeutet: Wer mit Argumenten und Fakten widerspricht, übt bereits Gewalt aus. Am Fall des Rentners Stefan Niehoff, der 2024 wegen eines satirischen Logos mit Strafantrag und Hausdurchsuchung überzogen wurde, zeigt er: Die Wiederkehr der Majestätsbeleidigung vollzieht sich unter progressivem Vorzeichen. Ebenso instruktiv: das Kapitel über „rechtsextrem“, dessen Begriff inflationiert wurde. Kulturstaatsminister Weimer nannte den Rundfunkbeitrag „Zwangsbeitrag“ und wurde dafür als Sprecher „rechtspopulistischen, rechtsextremen Vokabulars“ bezeichnet.

Besonders dicht ist das Kapitel über „kritisch“: Heine zeigt, wie Horkheimer 1937 den Begriff politisch auflud – von wissenschaftlicher Prüfstrenge zum Kennwort einer Wissenschaft, die Objektivität grundsätzlich ablehnt. Das Ergebnis: von „Critical Midwifery Studies“ bis zu den „Critical South Asian Death Studies“ an der Universität Münster. Als erster Beitrag zur Analyse linker Sprache aus linguistischer Perspektive schließt das Buch eine echte Lücke.

Autor

Matthias Heine, 1961 in Kassel geboren, ist seit 2010 Kulturredakteur der Welt und dort u. a. als Sprachkolumnist bekannt. Mit seinem Buch Kaputte Wörter? (2019) hat er sich als profunder Kenner politischer Sprachverschiebungen profiliert.

Kurzübersicht

  • ISBN: 978-3-7844-3776-7
  • Buchart: Sachbuch – Politik & Gesellschaft
  • Format: Hardcover (laminierter Pappband)
  • Seitenzahl: 288 Seiten
  • Buchgröße (cm) / Gewicht: 21,5 × 13,5 × 3,0 cm / k. A.
  • Erscheinungsdatum: 1. Aufl. / 21. September 2026
  • Verlag: Langen Müller Verlag
  • Verkaufspreis: 26,00 €

Printausgabe

ISBN 978-3-7844-3776-7
Langen Müller Verlag

26,00 €