Tyrannei der Postmoderne
– Eine Tragödie.
Von Foucault bis Cancel Culture: Christian J. Zellers Tyrannei der Postmoderne legt die geistigen Wurzeln des Woke-Aktivismus frei
Wie erklärt man, dass ausgerechnet das antiaufklärerische Denken der Postmoderne zur Grundlage des Strebens nach Freiheit und Gleichheit geworden ist? Christian J. Zeller gibt in seinem zweiten Band die bislang gründlichste deutschsprachige Antwort. Auf 529 Seiten, gegliedert in fünf „Akte“ und gestützt auf über 1.300 Fußnoten, rekonstruiert der Soziologe die philosophischen Grundlagen des postmodernen Sozialaktivismus: von der Frankfurter Schule (Horkheimer, Adorno, Marcuse) über Derrida und Foucault bis zur Critical Race Theory, Judith Butlers Gendertheorie und dem Postkolonialismus Said und Spivaks. Das Paradox, auf das er immer wieder zurückkehrt, ist bestechend: Die Skepsis gegen Wahrheit wurde zur neuen Wahrheit, die Ablehnung von Dogmen zum Dogma. Foucault träumte davon, „Zerstörer der Evidenzen“ zu sein – seine Erben bauen heute Meldestellen gegen abweichende Meinungen.
Den Einstieg bildet das Tocquevillesche Paradoxon: Revolten brechen gerade dann auf, wenn sich die Lage verbessert. Aus dem legitimen Kampf gegen Diskriminierung wurde eine Bewegung, die Opferstatus zur begehrten Währung macht. Den normativen Gegenentwurf entwickelt Zeller aus Habermas und Popper: Offene Gesellschaften leben davon, Irrtümer korrigieren zu können – keine Politik auf Basis letzter Wahrheiten, keine Position vorab aus dem Diskurs ausschließen. Sein Fazit: „Die Mesalliance aus postmodernem Aktivismus und Wissenschaft muss beendet werden. Dieses Buch ist der Scheidungsantrag.“
Rezensionen
Vera Lengsfeld: „Klarsichtig, tiefgründig, unbequem – eine leidenschaftliche Freiheitsschrift.“
David Berger (philosophia-perennis.com, September 2026): „Zu den stärksten Passagen des Buches gehört Zellers Beschreibung des inneren Umschlags postmodernen Denkens.“
Autor
Dr. phil. Christian J. Zeller ist Soziologe und politischer Publizist. Er schreibt u. a. für „Tichys Einblick“, „Novo Argumente“, „Aufklärung & Kritik“ und „Die Achse des Guten“. 2025 erschien sein erster Band Zerstörung der Meinungsfreiheit (Solibro Verlag). Die freie und offene Debatte, auch zu kontroversen Themen, ist aus seiner Sicht der Sauerstoff für eine liberale Demokratie.
Kurzübersicht
- ISBN: 978-3-96079-128-7
- Buchart: Sachbuch – Philosophie / Politik
- Format: Broschur
- Seitenzahl: 529 Seiten
- Buchgröße (cm) / Gewicht: 20,5 × 13,0 cm / 700 g
- Erscheinungsdatum: 1. Aufl. / 17. September 2026
- Verlag: Solibro Verlag
- Verkaufspreis: 32,00 €