Edward S. Herman, Noam Chomsky
Die Konsensfabrik – die politische Ökonomie der Massenmedien

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Die Konsensfabrik | die politische Ökonomie der Massenmedien | Artikelnummer: 978-3-86489-391-9

Printausgabe

ISBN 978-3-86489-391-9
Westend Verlag GmbH

44,00 €

Die politische Ökonomie der Medien – Chomskys und Hermans Klassiker jetzt auf Deutsch

In „Die Konsensfabrik“ legen Edward S. Herman und Noam Chomsky eine tiefgreifende Analyse der Massenmedien in kapitalistischen Demokratien vor. Basierend auf ihrer Originalveröffentlichung „Manufacturing Consent“ zeigen die Autoren auf, wie Medien nicht bloß informieren, sondern systematisch gesellschaftliche Zustimmung zu vorherrschenden politischen und wirtschaftlichen Machtverhältnissen erzeugen. Dabei demontieren sie die Vorstellung einer unabhängigen, objektiven Presse und legen offen, wie Eigentumsverhältnisse, Anzeigengeschäfte und Abhängigkeiten von Nachrichtenquellen das öffentliche Meinungsbild prägen. Die selektive Themenauswahl und die ideologischen Filter der Berichterstattung sind laut Chomsky und Herman keine Verschwörung, sondern das Ergebnis struktureller Zwänge in der Medienlandschaft.

Diese deutsche Erstausgabe bringt das Standardwerk der kritischen Medienforschung einem breiten Publikum näher. Ergänzt wird der Band durch einführende Vorworte renommierter Wissenschaftler wie Uwe Krüger, Holger Pötzsch und Florian Zollmann, die aktuelle Perspektiven auf die Relevanz der Theorie liefern. Die Themen reichen von der Rolle der Medien im Kontext von Wahlen bis zur Reproduktion ideologischer Narrative in Zeiten geopolitischer Konflikte. In einer Ära, in der öffentliche Diskurse zunehmend polarisiert sind und „Fake News“ allgegenwärtig scheinen, gewinnt das Buch neue Aktualität. Chomsky und Herman liefern das analytische Werkzeug, um Medienkritik zu üben und den Mechanismen der Meinungsmacht entgegenzutreten.

Autoren

Edward S. Herman, geboren 1925 war ein US-amerikanischer Ökonom und Medienanalyst, der zuletzt als Professor emeritus of Finance an der Wharton School der University of Pennsylvania beschäftigt war.

Noam Chomsky, geboren 1928, ist Professor emeritus für Sprachwissenschaft und Philosophie am M.I.T. Er hat die moderne Linguistik revolutioniert und zahlreiche Bestseller verfasst. Chomsky ist einer der weltweit bekanntesten linken Intellektuellen und seit jeher ein prominenter Kritiker der amerikanischen Politik wie auch des globalen Kapitalismus.

Florian Zollmann, Dr., lehrt und forscht als Dozent für Journalismus an der Newcastle University in England und ist stellvertretender Direktor der Organisation for Propaganda Studies. Zu seinen Schwerpunkten gehören Kriegs- und Krisenberichterstattung, internationale Beziehungen und Propaganda. 2017 erschien bei Peter Lang (New York) sein Buch Media, Propaganda and the Politics of Intervention, das Doppelstandards in der deutschen, englischen und US-amerikanischen Medienberichterstattung zu internationalen Konflikten untersucht. Florian Zollmann ist außerdem Autor der zweimonatlich in dem Magazin Publik-Forum Extra Leben erscheinenden Medienkritik "Unterm Brennglas …".

Dr. Uwe Krüger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig und Forschungskoordinator des dortigen Zentrums Journalismus und Demokratie. Für seine Bücher "Mainstream" und "Meinungsmacht" erhielt er den Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik. 2017 hat er das Netzwerk KriKoWi mitgegründet. Zuletzt erschien bei Westend: "Ideologie, Kritik, Öffentlichkeit" (2020, mit S. Sevignani)

Holger Pötzsch, Ph.D., ist Professor für Medien- und Dokumentationswissenschaften am Institut für Sprachen und Kultur an UiT - Norwegens arktischer Universität. Er hat Skandinavistik, Russisch und Medienwissenschaften in Berlin und Tromsø studiert. Seine Forschungsschwerpunkte sind Medien und Krieg, digitale Kultur und Technologien, sowie Medienkompetenzen. Pötzsch wurde in München geboren, lebt und arbeitet aber seit mehr als 20 Jahren in Tromsø im Norden Norwegens.

Rezensionen

"Was Precht und Welzer von Chomsky lernen könnten" – Christian Baron, Der Freitag

Kurzübersicht

  • ISBN: 978-3-86489-391-9
  • Buchart: Sachbuch
  • Format: Softcover (kartoniert)
  • Seitenzahl: 700
  • Buchgröße (cm) / Gewicht (g): 16,5 x 23,0 / 840
  • Erscheinungsdatum: 1. Aufl., 30.08.2023
  • Verlag: Westend
  • Verkaufspreis: 44,00 €

Printausgabe

ISBN 978-3-86489-391-9
Westend Verlag GmbH

44,00 €