Harald Martenstein
Gelenkte Demokratie – Ein Plädoyer für die Freiheit

neu
Gelenkte Demokratie | Ein Plädoyer für die Freiheit | Artikelnummer: 978-3-7844-3832-0

Printausgabe

ISBN 978-3-7844-3832-0
Langen Müller Verlag

16,00 €

BITTE BEACHTEN: Die Printausgabe können Sie hier vorbestellen. Die Auslieferung erfolgt ab dem Erscheinungsdatum 12.10.2026. Bitte dazu auch Ankündigungen des Herausgebers beachten.

VIELEN DANK FÜR IHRE VORBESTELLUNG!

Wenn die Hüter der Demokratie ihr größtes Problem sind: Martensteins Plädoyer für die Freiheit

Der Ausgangspunkt ist ein Abend im Hamburger Thalia-Theater, Februar 2026. Harald Martenstein wurde gebeten, im Rahmen eines inszenierten Schauprozesses – „Prozess gegen Deutschland“ von Regisseur Milo Rau – die Position einzunehmen, dass ein AfD-Verbot abzulehnen sei. Er hielt eine 15-minütige Rede, die im Internet millionenfach geteilt wurde. Das Buch enthält diese Rede im Wortlaut und entfaltet in mehreren Essays, was sie nur andeuten konnte. Was folgte, war ein Lehrstück: Der Intendant knurrte ihn hinter der Bühne an, Theaterbeschäftigte berichteten von Traumatisierung. Martenstein hatte die AfD nicht verteidigt. Er hatte die Demokratie verteidigt.

Die These des Buches zielt auf das Selbstverständnis der politischen Mitte: Nicht die Rechten sind die größte Gefahr für die Demokratie, sondern jene, die im Namen ihrer Verteidigung deren Grundprinzipien aushoehlen – Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, den Grundsatz, dass eine Partei nicht verboten werden darf, weil sie den Regierenden missfällt. Martenstein nennt das „Gelenkte Demokratie“: Wahlen finden noch statt, die Spielräume des Denkbaren aber schrumpfen. Den Schauprozess seziert er präzise: Der YouTube-Aktivist Feroz Khan – Atheist, AfD-Wähler aus Pakistan, der vor Islamisten floh – nennt 29.000 Messerangriffe aus der BKA-Kriminalstatistik. Das ZDF hat dieselbe Zahl auf seiner Homepage. Die Anwältin nennt es „totalen Bullshit“. Dann wird ihm das Wort entzogen. Das Ergebnis stand fest, bevor Khan den Mund aufmachte.

Das persönlichste Kapitel ist das stärkste: Martensteins Mutter, geboren 1933, langjährige SPD-Wählerin, wegen Willy Brandt beigetreten, wählte bei den letzten Wahlen AfD. Sie war nicht rechtsradikal. Sie hatte Angst, auf die Straße zu gehen. Wer begreifen will, warum die AfD zur Volkspartei wurde, muss nicht die Partei verstehen. Er muss solche Menschen verstehen.

Autor

Harald Martenstein, Jahrgang 1953, gehört zu den profiliertesten deutschen Kolumnisten. Seit Jahrzehnten schreibt er für den Tagesspiegel und die Zeit, zuletzt vermehrt für die Welt. Er hat sich den Ruf erarbeitet, Ironie als Erkenntnismittel zu beherrschen – und nicht als Schutzschild zu benutzen.

Kurzübersicht

  • ISBN: 978-3-7844-3832-0
  • Buchart: Sachbuch – Politik / Gesellschaft / Essay
  • Format: Hardcover (Efalin-Band mit Schutzumschlag)
  • Seitenzahl: 144 Seiten
  • Buchgröße (cm) / Gewicht: 18,5 × 11,2 × 2,0 cm / 300 g
  • Erscheinungsdatum: 1. Aufl. / 12.10.2026
  • Verlag: Langen Müller Verlag
  • Verkaufspreis: 16,00 €

Printausgabe

ISBN 978-3-7844-3832-0
Langen Müller Verlag

16,00 €